geflüstert am September 21st, 2011 von admin
Wie romantisch. Lauter händchenhaltene Paare laufen durch die Straßen von Berlin. Gemütlich und schweigend, sich offensichtlich ohne Worte verstehend. So schön kann der Valentinstag sein. Nur dass es der 18. September ist – Wahltag in Berlin.
Politik verbindet also doch noch. Es scheint ausreichend zu sein, dass man sich aufgerafft hat und ein gemeinsames Ziel anvisiert, das Wahllokal. Wer nun was wählt, wird sicherlich nicht immer besprochen, aber schön, dass so viele unterwegs waren… und dann auch noch so harmonisch. Nicht immer sind also Pralinen und Blumen notwendig.
geflüstert am August 25th, 2011 von admin
Ich höre auf dem Weg nach Hause Musik.
Adele.
Ich höre nur Instrumental und wundere mich. Denke, so schön wie heute, fand ich die Musik noch nie.
Liegt vielleicht an meiner Stimmung. Bin gerade aus dem Urlaub zurück und alle Menschen, die mich umgeben sind blass, während ich mit meiner Sonnenbräune glänze und strahle.
Ich war mir sicher, dass ich heute ein besonders gutes Gehör habe. Erstaunlich gut. Ich kann die Singstimme aus der Backgroundmusik herausfiltern und höre nur den instrumentalen Teil. Bin ich gut!
Nach dem vierten Instrumental, dachte ich mir, da stimmt doch was nicht.
geflüstert am August 16th, 2011 von admin
Da soll jemand sagen, dass Frauen nix von Technik verstehen.
Wir befinden uns in einem Meeting. Alle sind rege beschäftigt. Die Frauenanzahl in diesem Meeting überwiegt, obwohl wir uns in einer männerdominierenden Branche bewegen. Im Meeting sind PC, Tastatur, Maus und Beamer aufgebaut. “Wir müssen mal was gucken.”
Eine hantiert mit der Tastatur und ist wild am tippen…
Einer unterhält sich und ist wild am beobachten…
Ich sehe schon das erste Bild, stelle fest, dass es unscharf ist und drehe am Objektiv des Beamers rum.
Irgendwie immernoch unscharf, aber schon etwas schärfer. Es lässt sich keine richtige Schärfe einstellen. Fühlte mich bislang unbeobachtet.
Und unruhig. Ließ aber die Finger vom Objektiv, um mich wieder dem Gespräch zu widmen.
Eine kleine Gesprächspause nutze ich sofort, um am Objektiv weiter die Schärfe einzustellen. Zwischendurch überlege ich, ob ich nicht irgendeinen Knopf oben auf dem Beamer drücken müsste… Vielleicht würde das Bild schärfer.
Aber das hatte ich noch nie. Welcher Knopf sollte das denn sein? Ich dreh nochmal am Objektiv.
Ich lass die Finger davon. Meine Kollegin guckt auf die Wand und tippt zielsicher was ein. Ich bin erstaunt.
Dieses Erstaunen berührte emotional den Punkt in meinem Gehirn, der mich auf den Gedanken brachte, dass ich meine Brille aufsetzen sollte, wenn ich scharf sehen wollte.
Ich setze meine Brille auf – alles scharf. Mein Kollege sitzt stirnrunzelnd vor mir. Ich werde rot. Peinlich! Ohne Worte…
geflüstert am Juli 27th, 2011 von admin
Es gibt Dinge, die können einem wirklich völlig den Morgen versauen: ein Postbote, der einen aus den Federn klingelt (und dann ist das Paket noch nicht mal für einen selbst); Regen, wenn man joggen gehen wollte; Fahrradfahrer, die einen über den Haufen radeln; Busfahrer mit Kodderschnauze…
Aber es gibt noch viel schlimmere Dinge am Morgen: Extreme Freundlichkeit.
Das mag überraschen, weil ein Lächeln ja den Tag retten kann, aber die neue Verkäuferin bei meinem Bäcker lächelt nicht nur, nein sie quiekt entzückt bei jeder Bestellung die man aufgibt, kommentiert alles was sich bewegt und hat immer einen motivierenden Spruch für den Tag parat. Beim Betreten des Bäckers, zwitschert einem jetzt auch immer ein Plastepapagei entgegen. Ich ertrag das am Morgen nicht! Zwei Chancen hatte sie und beide Male hat sie auf meine Einsilbigkeit mit noch mehr Schnatterei reagiert…
Ich gehe jetzt zu einem anderen Bäcker. Da läuft es harmonisch und dem Anlass angemessen ab: “Morg’n”, “Eine Schrippe bitte”, “Macht 20 Cent”, “Danke”, “Schön’ Tag”, “Ebenso”… geht doch. Und war schon fast ein ausschweifendes Gespräch.
geflüstert am Juli 22nd, 2011 von admin
So, jetzt wird’s persönlich. Ich berichte von einem Traum. Ein Albtraum. Schrecklich fand’ ich schon den letzten, bei dem mir meine Haare ausfielen. Das war nicht schön! Den wenigsten Frauen steht eine Glatze und mir schon gar nicht (zumindest nicht im Traum
).
Aber der darauf folgende war wirklich schlimm. Meine Zähne fingen an zu wackeln. Kennt ihr noch das Gefühl von damals, als die Milchzähne langsam locker wurden, man angefangen hat, mit der Zunge dran rumzuspielen und man den einzelnen Zahn am Ende fast komplett drehen konnte? Ich fand das damals sehr faszinierend. Aber im Traum… absolut gar nicht! Denn da war mir bewusst, dass ich dann wirklich für immer zahnlos bin, wenn sie rausfallen. Das sind sie dann leider auch…
… und erst nach diesem schrecklichen Gefühl alle Zähne verloren zu haben, bin ich aufgewacht. Kein netter Start in den Tag. Aber man weiß sich ja zu helfen: Verstehe, was dir Angst macht und verliere dadurch die Angst (jaja, hier lernt ihr noch Lebensweisheiten
). Schlaftrunkend hab ich mich also erstmal durch Psychologie Heute geklickt um zu ergründen, was so ein Traum bedeutet. Aber das hat mir nix gebracht. Verstehen hilft doch nicht soviel. Lieber absichern, für den Fall, was wäre wenn es war wird: Wisst ihr eigentlich, dass Implantate für Zähne gar nicht so teuer sind? Erst diese Info hat mich beruhigt. Und der Kaffee zum Frühstück hat mich dann so richtig in den Tag geholt… ich denk jetzt erstmal nicht weiter über die Dritten nach, sonst träum ich nochmal davon.